14. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
11. - 14. Oktober 2017, Weser-Ems-Hallen Oldenburg
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Lesen Sie hier das Programm zum diesjährigen Kongress.

Fortbildungskurse

Das bewährte Konzept der DGKL-Fortbildungskurse wird 2017 selbstverständlich fortgeführt werden. Durch die Teilnahme können je Kurs 5 CME-Punkte der Kategorie C erworben werden.

Kurse finden am Samstag, 14. Oktober 2017 an der Universitätsklinik Oldenburg statt.

Morphologische Hämatologie 2017 – Sind morphologische Kenntnisse im Routinelabor noch von Bedeutung?
09:00 – 13:00 Uhr
3.03, MAZ 3. OG Praktischer Kurs 1
Veranstalter: P. Schuff-Werner (Berlin), K. Dreißiger (Rostock)

Zielsetzung des Kurses:
Erwerben bzw. Vertiefen von Kenntnissen zur Morphologie von weißen und roten Blutzellen im peripheren Blutbild durch eigenständiges Mikroskopieren ausgewählter Blutausstriche mit anschließender Diskussion am Demonstrationsmikroskop

Kursinhalte und Kursablauf:

  • Methodische Grundlagen der morphologischen
  • Identifizierung von Leukozyten
  • Reaktive Veränderungen (Linksverschiebung;
    reaktiv veränderte Lymphozyten)
  • Akute und chronische myeloische Leukämien
    sowie myelodysplastische Syndrome;
  • myeloproliferative Neoplasien
  • Akute lymphatische Leukämien; leukämisch
    verlaufende Lymphome (CLL, Haarzellleukämie;
    Sezary-Lymphom etc.)
  • Besonderheiten von Frühgeborenen- und Kinder
    blutbildern; Unterscheidung normaler und
    suspekter reaktive und neoplastischer Lymphozyten
  • morphologisch erkennbare zelluläre Immundefekte
  • Differenzierung eines unbekannten Ausstrichs
    zur Überprüfung des Lernerfolges
Liquordiagnostik, Schwerpunkt Proteinanalytik
09:00 – 13:00 Uhr
3.02, MAZ 3. OG Praktischer Kurs 2
Veranstalter: M. Uhr (München), P. Lange (Göttingen)

Laborkurs mit besonderer Betonung folgender Punkte:
Grundkenntnisse zum Liquor cerebrospinalis:

  • Liquorräume, Produktion und Fluss des Liquor cerebrospinalis
  • Protein-Quotienten-Diagramm nach Reiber

Präanalytische Herausforderungen:

  • Gewinnung von Liquor- und Blutproben
  • Probleme des Probengefäßes
  • artifizielle Blutbeimischung

Analytik:

  • Zellzählung
  • Methoden der Protein- und Immunglobulin-Analytik (Albumin, IgG, IgM, IgA)
  • oligoklonale Banden (Isoelektrische Fokussierung – IEF)
  • erregerspezifische Antikörper (AI)

Befunderstellung:

  • integraler Befund der Liquor-/Serum-Analytik
  • interaktives Training zur Befunderstellung (TED-System)
Referenzintervall-Schätzung aus großen Datenpools mit dem Reference Limit Estimator
09:00 – 13:00 Uhr
E.02, MAZ EG Praktischer Kurs 3
Veranstalter: T. Streichert (Köln)

B. Wolters (Bremen), F. Arzideh (Bremen)
R. Klauke (Hannover), G. Hoffmann (Grafrath)

Beschreibung:
Das Software-Tool Reference Limit Estimator (RLE) der AG Richtwerte ermöglicht die indirekte Schätzung der Referenzintervallgrenzen aus Labor-Routinedaten, die sowohl pathologische als auch nicht-pathologische Analysenergebnisse enthalten.

Er besteht aus einem Statistikmodul in der Programmiersprache R und einer Excel-Oberfläche zur Bedienung des Programms sowie zur Datenvorbereitung. Im Kurs wird die Installation des Tools auf dem eigenen PC (Windows mit MS Excel, ab 2003, 32 Bit) beschrieben. Teilnehmer erhalten einen USB-Stick mit den Programmen und Anleitungen.

Im einführenden Teil werden die statistischen Grundlagen und die verwendeten Programmwerkzeuge R, Excel und VBA erläutert; im ausführlichen praktischen Teil folgen Übungen und Diskussionen der Ergebnisse an Hand vorbereiteter Stichproben. Bei Interesse können eigene Datensätze mitgebracht werden (mindestens Messwert, Alter, Geschlecht; ggf. Auftragsdatum, PatientenID, Einsender).

Die Auswertung erfolgt in drei Schritten. Nach einer Beurteilung der Verteilung der Ausgangsdaten wird überprüft, ob die auszuwertende Messgröße über den Zeitraum stabil war oder eine Drift aufwies. Nach der Berechnung der Referenzgrenzen diskutieren wir gemeinsam die Ergebnisse.

Teilnehmer sind nach dem Kurs in der Lage, eigene Auswertungen durchzuführen und die Ergebnisse zu bewerten.

Biobanking – Implementation and routine application
09:00 – 13:00 Uhr
1.09, MAZ 1. OG Praktischer Kurs 4
Veranstalter: M. Kiehntopf (Jena)

Zielsetzung:
Vermittlung eines kompakten Überblicks über die Prozesse und Rahmenbedingungen beim Aufbau und Betrieb moderner Biobanken und deren Rolle in der Klinischen Forschung.

Zielgruppe:
Der Kurs richtet sich an Biobankpersonal, Personen die eine Biomaterialbank aufbauen und sich das notwendige Hintergrundwissen aneignen möchten sowie an Personen die im Rahmen klinischer Forschung auf Proben- und Datensammlungen zurückgreifen und erfahren wollen, wie Sie eine Biomaterialbank optimal nutzen.

Programm:
In drei interaktiven Blöcken erarbeiten die Teilnehmer ein Grundkonzept zum Aufbau einer qualitätsgesicherten Biobank.
Dabei werden u. a. Aspekte der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des Datenschutzes, der Datenverarbeitung, des Probenmanagements, der erforderlichen IT-Infrastruktur, der Präanalytik, der Sicherstellung der Probenstabiltät, des zugehörigen Qualitätsmanagements und der Kooperation sowie Vernetzung von Biobanken behandelt.